Die Landwirtschaft prägt mit einem Flächenanteil von nahezu 50 Prozent das Bild der Eifel. Für Einwohner und Gäste ist dies so selbstverständlich, dass der Wandel im Agrarbereich und der enorme Anpassungsdruck auf die Betriebe kaum wahrgenommen werden.
Neben den landwirtschaftlichen Arbeitsplätzen sind die Erhaltung des Landschaftsbildes für Erholung und Tourismus sowie der Beitrag zum Naturschutz von unschätzbarem Wert für die Region. Auch in der Eifel verursachen der allgemeine landwirtschaftliche Strukturwandel und die Veränderungen von Markt- und Förderrahmenbedingungen vielfältige Probleme für die Betriebe.
Ein gemeinsames Projekt der Kreisbauernschaften Euskirchen, Düren und Aachen, der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, der Kreise Euskirchen und Düren sowie der StädteRegion Aachen soll nun Entwicklungsmöglichkeiten für die Landwirtschaft erarbeiten. Hintergrund sind die speziellen Herausforderungen in der Eifel, welche durch karge Böden, Höhenunterschiede und ein rauhes Klima geprägt ist. Gleichzeitig bestehen aber auch wirtschaftliche Chancen bei der Energieerzeugung, dem Landtourismus, regionalen Qualitätslebensmitteln und dem kooperativen Naturschutz.
Um ein aktuelles Bild der Eifeler Landwirtschaft zu erhalten, wird zunächst eine aussagekräftige Anzahl von Landwirten mit Fragebögen und ergänzenden Interviews zu ihrer momentanen Situation und ihren Zukunftsvorstellungen befragt. Auch die Erwartungen von Städten- und Gemeinden, Bürgern und Akteuren aus relevanten Bereichen wie dem Naturschutz an eine zukunftsfähige Landwirtschaft in der Eifel werden in die Erhebung einbezogen. Mit Hilfe der Ergebnisse, von Expertenunterstützung und von Beispielen aus anderen Regionen werden gemeinsam betriebliche Strategien entworfen, welche Probleme und Chancen der Eifel optimal berücksichtigen.
Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Bewusstseinsbildung für den Wert der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit zu. Dadurch sollen Akzeptanz und Bereitschaft zur Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und nichtlandwirtschaftlicher Bevölkerung und anderen Wirtschaftbereichen gefördert werden.
Unterstützt wird das Projekt „Zukunft der Landwirtschaft - Beitrag für einen starken ländlichen Raum" durch die Europäische Union im Rahmen des LEADER-Schwerpunktes mit einem Zuschuss in Höhe von 36.000 Euro. Einen Anteil von weiteren 36.000 Euro an den Projektkosten von insgesamt 72.000 Euro tragen die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, der Kreis Euskirchen, der Kreis Düren und die StädteRegion Aachen.
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