Eifel überzeugt mit guten Beispielen bei NRW-Forum zur ländlichen Entwicklung
Das Zentrum für ländliche Entwicklung des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums hatte zur Tagung „Netzwerk der Regionen“ nach Nettersheim eingeladen. Über 60 Fachleute und Interessierte aus ganz Nordrhein-Westfalen nutzten die Veranstaltung für den Erfahrungsaustausch und Anregungen aus dem abwechslungsreichen Programm.
Begrüßt wurden die Teilnehmer von Nettersheims Bürgermeister Wilfried Pracht und seinem Amtskollegen Axel Buch von der Gemeinde Hürtgenwald, welcher als Vorsitzender der LEADER-Region Eifel zu den Gastgebern gehörte. Zum Auftakt berichtete Francoise Bonert vom luxemburgischen Landwirtschaftsministerium über die dortigen Strategien, insbesondere Jugendliche in Projekte zur ländlichen Entwicklung einzubinden. Dabei wurde deutlich, dass dies in Anbetracht des demographischen Wandels auf dem Land eine große Herausforderung ist.
Anschließend folgte eine interessante Zusammenstellung von guten und erfolgreichen Beispielen für die ländliche Entwicklungsarbeit in der Eifel. Alle vorgestellten Projekte werden aktuell im Rahmen des LEADER-Programms der Europäischen Union in der nordrhein-westfälischen Eifel umgesetzt.
Gespannte Zuhörer fand Ewald Adams, Leiter der Landwirtschaftskammer Düren, der erstmals Ergebnisse der umfassenden Befragung von Eifeler Landwirten zu ihren betrieblichen Strategien und Zukunftserwartungen vorstellte. Bei der Auswertung von über 700 Fragebögen wurde deutlich, dass die Landwirtschaft in der Eifel vor besonderen Herausforderungen steht, dass aber zu den Zukunftsthemen der Betriebe neben der landwirtschaftlichen Produktion, auch die Energieerzeugung, der Tourismus und der Landschaftsschutz gehören.
Welchen Beitrag bürgerschaftliches Engagement zur Erhaltung lebenswerter und attraktiver Dörfer bei gleichzeitiger Entlastung öffentlicher Haushalte leisten kann, zeigten Richard Wolf und Peter Struben von der Interessengemeinschaft Dahlem-Schmidtheim. Sie berichteten vom „Eifeler Barfußpfad und Generationenpark“, der nicht nur den Austausch und Aktivitäten von Jung und Alt fördert, sondern auch das Angebot für den Wander- und Fahrradtourismus in Schmidtheim ergänzt.
Auf den „Straßen der Römer“ bewegten sich die Zuhörer dann gemeinsam mit Dr. Imke Ristow von der Gemeinde Nettersheim. Das gleichnamige LEADER-Projekt wird dem europäischen Gedanken besonders gerecht, denn Kommunen aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Luxemburg bereiten damit ihr römisches Erbe für den Tourismus auf. Anschaulich wurde dies für die Teilnehmer zum Abschluss der Veranstaltung bei einer Führung zu einigen der zahlreichen römischen Bodendenkmäler rund um Nettersheim.
Die Präsentationsbeiträge stehen unten als Download zur Verfügung.
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