255 Haushalte in LEADER-Projekt befragt
Etwa die Hälfte der Schmidtheimer Haushalte hat sich an einer Befragung der Interessengemeinschaft (IG) Schmidtheim zu den Wünschen an die Nahversorgung im Ort beteiligt. „Das ist ein respektabler Beteiligungsgrad“, lobt Heinz Frey, erfahrener Gründer des Bürgerprojektes „DORV-Zentrum“ aus Jülich-Barmen die Schmidtheimer Initiatoren um Richard Wolf und Günter Voigt.
Vorangegangen war der Befragung eine gut besuchte Informationsveranstaltung am 13. Januar 2011 im Bürgerhaus. Dabei hatte die IG Schmidtheim die Idee gemeinsam mit Dahlems Bürgermeister Reinhold Müller und den Fachleuten vom „DORV-Zentrum“ vorgestellt. „Wir wollen unsere Gewerbetreibenden in Schmidtheim halten und gleichzeitig die Nahversorgung für die Bürger weiter verbessern“, fasste Richard Wolf damals die Ziele zusammen. Den Impuls hatte eine Initiative der LEADER-Region Eifel gegeben, die aktuell in sechs Eifelgemeinden bürgerschaftliche Nahversorgungsprojekte mit EU-Fördermitteln, Know-How und Erfahrungsaustausch unterstützt, wie Regionalmanager Alexander Sobotta erläuterte.
Dass dies den Nerv der Schmidtheimer traf, zeigt der gute Rücklauf von 255 Fragebögen, in denen die Bürger die Gelegenheit hatten, Ihre Versorgungsgewohnheiten und Wünsche an Einzelhandel und Dienstleistungen, aber auch ihren Unterstützungswillen zu äußern. Ein besonderer Dank der IG Schmidtheim gilt dabei den örtlichen Vereinen und den Gewerbetreibenden für die Verteilung der Fragebögen. Besonders wichtig bei der Fragebogenaktion waren dem Projektteam auch das persönliche Gespräch in den Haushalten und die Unterstützung beim Ausfüllen. „Die zusätzliche persönliche Information über den Zweck und den Nutzen der Aktion hat maßgeblich zu dieser guten Resonanz beigetragen“, ist sich Günter Voigt sicher.
Nun wartet viel Arbeit auf die Projektgruppe – denn bei der Sammlung von Grundlagendaten soll es nicht bleiben. Von der nun anstehenden Auswertung der Bögen werden vor allem fundierte Aussagen über lohnenswerte Angebots- und Sortimentserweiterungen erwartet. Daraus sollen konkrete Aktivitäten entstehen. Unterstützt werden könnten beispielsweise gemeinschaftliche Initiativen zur Wiederbelebung verloren gegangener örtlicher Angebote wie im Bereich der Gesundheitsversorgung, aber auch zur Schaffung von Seniorenwohnungen. Die Gewerbetreibenden können sich zudem stärker am tatsächlichen Versorgungsbedarf vor Ort orientieren. Aber: „Kein Angebot ohne Kunden“, appelliert Bürgermeister Müller auch an das Einkaufsverhalten der Schmidtheimer.
Die Ergebnisse der Fragebogenauswertung werden auf einer Bürgerveranstaltung am 13. Juli um 19:00 Uhr im Bürgerhaus Schmidtheim vorgestellt. Bei dieser Gelegenheit, zu der die IG Schmidtheim und die Gemeinde Dahlem schon jetzt alle Einwohner und Gewerbetreibenden herzlich einladen, werden die Möglichkeiten zur aktiven Mitarbeit an der Zukunft der Schmidtheimer Nahversorgung vereinbart.
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