
Parallel zum Chorprojekt bereiten sich momentan auch 90 Musikerinnen und Musiker auf ihren großen Auftritt bei der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin vor – Bei Vanessa Reuter von der Stadt Nideggen laufen in punkto „Eifel-Orchester“ alle organisatorischen Fäden zusammen – Die musikalische Leitung hat Christoph Fahle aus Gey
NRW-Eifel – Der LEADER-Region Eifel wird in Kürze eine besondere Ehre zuteil. Der zu Nordrhein-Westfalen gehörende nördliche Eifelteil präsentiert vom 20. bis 29. Januar das Land NRW offiziell mit einem Messestand und weiteren Aktionsbausteinen auf der Internationalen Grünen Woche (IGW), der weltweit größten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Parallel zum Projektchor wurde aus diesem Anlass auch ein kreisübergreifendes Eifel-Orchester aus der Taufe gehoben, um das Bewusstsein für die eigene Region zu stärken.
Die 90 Musikerinnen und Musiker rekrutieren sich aus den Kreisen Euskirchen und Düren sowie der StädteRegion Aachen und sind unter der musikalischen Leitung von Dirigent und Musiklehrer Christoph Fahle längst zu einer homogenen Einheit gereift. Ohne Zweifel ein organisatorisches Mammutprojekt, das in erster Linie von Vanessa Reuter aus Schmidt bewerkstelligt wurde. Als Mitglied des Orga-Teams für den Eifel-Auftritt auf der Grünen Woche hatte die bei der Stadt Nideggen für die Ratsarbeit zuständige „Orchester-Planerin“ zunächst alle Hände voll zu tun, alle interessierten Musiker unter einen Hut zu bekommen, Probenräume zu organisieren und nicht zuletzt den Bus-Transfer nach Berlin in die Wege zu leiten. „Es hat einfach nur Spaß gemacht“, versichert sie glaubhaft. „Von Beginn an herrschte auf allen Ebenen ein gleichermaßen herzlicher wie konstruktiver Umgang!“
Die einzelnen Sätze des Blasorchesters sollten schnell einen guten Draht zueinander finden und auch in punkto Treffpunkt gab es unbürokratische Hilfe seitens der Stadt Schleiden, die kurz entschlossen die neue Mensa an der Städtischen Realschule zur Verfügung stellte. Den Kontakt hatte Vanessa Reuter über Sophia Eckerle von der Touristik Schleidener Tal (TST) hergestellt. „Schleiden hat sich einfach angeboten, da es für alle Orchester-Mitglieder gut erreichbar ist“, so Vanessa Reuter. Die Musiker kommen aus dem gesamten Kreis Euskirchen, der Kreis Düren ist schwerpunktmäßig mit den Orten Schmidt, Vossenack und Gey vertreten. Das Gros der Aachener Fraktion stammt derweil aus Kalterherberg und Roetgen.
Mit Berufsmusiker Christoph Fahle vom Musikverein „Rheinklänge“ Gey gelang dem Projektorchester ein echter Glücksgriff – über alle Maße engagiert ist er mit seinem auch von der Altersstruktur bunt gemischten Ensemble um ein hohes Niveau bemüht. Bei der jüngsten Probe am vergangenen Samstag konnte bereits die Feinschliff-Phase eingeläutet werden. Insgesamt stehen 14 anspruchsvolle Stücke auf der Playlist des Eifel-Orchesters von „Mir kumme mit alle Mann vorbei“ über „Bozener Bergsteigermarsch“, „Abba Gold“, „One Moment in Time“, den „Laridah-Marsch“ und „Juh-Jah-Marsch“ (aus dem Blankenheimer Geisterzug), „Eifelklänge“ und „Schenk mir Dein Herz“ bis hin zur „Hymne an die Freude“, „In unserem Veedel“ und „Sweet Caroline“. Vorgesehen sind Auftritte bei der Bühnenpräsentation und beim Eifelabend.
Am kommenden Samstag, 14. Januar, findet ebenfalls in der Schleidener Schulmensa eine abschließende Probe mit den 120 Sängerinnen und Sängern des Chorprojekts statt. Dann wird unter anderem „Freude schöner Götterfunken“ einstudiert, auch bekannt als „Europahymne“. „Neben dem regen Austausch innerhalb des neuen Orchesters entstehen viele Freundschaften“, so Vanessa Reuter: „Die werden auch nach der Berlin-Reise weiter Bestand haben!“ Die Querflöten-Spielerin des Tambourcorps Schmidt musste sich musikalisch allerdings zurücknehmen, ihre vorrangige Aufgabe war die Bereitstellung des Notenmaterials und die Rundum-Unterstützung für Dirigent Christoph Fahle.
Dementsprechend ist das Projektorchester bestens organisiert und wird die Eifeler Orchester-Landschaft in Berlin gleichermaßen professionell wie würdig vertreten.
Unter dem Motto „Eifel-Blicke“ ist ein gut dreistündiges Bühnenprogramm in Planung, um in der Bundeshauptstadt zu demonstrieren, dass die Eifel in vielerlei Hinsicht etwas zu bieten hat und hervorragend für die Zukunft aufgestellt ist. Sozusagen als Regisseur für den geballten Eifel-Auftritt konnte der Kabarettist, Journalist und Autor Hubert vom Venn gewonnen werden. Er will ein buntes Programm mit Musikern, Sportlern, Künstlern und Themenexperten aus der Region auf die Beine stellen, das die „Neue Eifeler Kultur“ ebenso repräsentiert wie uralte Traditionen wie den Blankenheimer Geisterzug. Unterstützt wird er dabei von „Eifel-Größen“ wie Ralf Kramp, Manni Lang (Eifelgäng) oder auch der Eifel-Rockband Wibbelstetz um Leadsänger Günter Hochgürtel. Vorbei seien nämlich die Zeiten, als dem Eifeler seine Herkunft eher peinlich war und er diese stets zu umschreiben versuchte – wahlweise mit „bei Aachen“, „bei Bonn“ oder „bei Köln“. Heute würden sich selbst prominente Vertreter der Region stolz dazu bekennen, aus der schönen Eifel zu kommen.
Einig sind sich alle Beteiligten darin, auf der Grünen Woche nicht nur bleibende Eindrücke zu hinterlassen, sondern auch in der Region selbst Positives zu bewirken.
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