Unter Federführung der LAG "Eifel" haben die benachbarten LEADER-Regionen "Eifel" in Nordrhein-Westfalen sowie "Vulkaneifel" und "Bitburg-Prüm" in Rheinland-Pfalz ein gemeinsames Regionales Entwicklungskonzept "Bioenergieregion EIFEL" erstellt. Die gemeinsame Strategie dient der effektiven Nutzung der Biogas- und Energieholzpotenziale in der Eifel.
Die Eifel verfügt heute aufgrund von LEADER, REGIONEN AKTIV und der "Zukunftsinitiative EIFEL" über Erfahrungen in der erfolgreichen Umsetzung netzwerkorientierter und bundesländerübergreifender Ansätze. Aufgrund dieser Erfahrungen sowie der engen Verzahnung der drei LEADER-Gruppen können auch im Bereich der Bioenergie Akteure entlang der Wertschöpfungsketten (WSK) miteinander vernetzt werden. Die Pioniererfahrungen der Gemeinde Nettersheim (Energiehof, Nahwärmenetz, Klimabündnis), die gut ausgebauten Beratungsstrukturen (z.B. DLR Eifel, Holzkompetenzzentrum, Landwirtschaftskammer, Forstamt Hillesheim), weitere Projekterfahrungen und die Hochschul- und Forschungslandschaft in direkter Umgebung der Eifel bieten dafür den notwendigen fachlich-inhaltlichen Rahmen.
Unsere Vision ist die mittelfristige Umstellung der Energieversorgung in der Mittelgebirgsregion Eifel auf erneuerbare Energien. Alle in der Region geplanten Aktivitäten werden in ein Gesamtkonzept zum Klimaschutz, zur Nutzung auch anderer regenerativer Energien wie Solarenergie, Geothermie sowie Wind- und Wasserkraft sowie zum Stoff- und Ressourcenmanagement in der Eifel eingebettet und kombiniert. Um dies zu erreichen, müssen die vorhandenen Bioenergiepotenziale der Eifel umfassend und mit maximaler Effizienz und Wertschöpfung genutzt, das Klima geschützt und unsere Landschaft erhalten werden. Unsere Ziele sind die Erhöhung des Anteils regenerativer Energien bis 2020 um mindestens 20%, die Schaffung zusätzlicher Beschäftigungsmöglichkeiten durch zusätzliche Wertschöpfung, die Schaffung und nachhaltige Funktion eines länderübergreifenden Netzwerks Bioenergie, an der alle maßgeblichen Akteure der Region beteiligt sind und die Entwicklung der Eifel als Modellregion für eine zukunftsfähige Nutzung der Bioenergie in Mittelgebirgen, so dass übertragbare Konzepte für andere Regionen Deutschlands vorgelegt werden können.
Unter der Leitidee: Bioenergieregion EIFEL - Eine regionale Zukunftsallianz von Kommunen, Wirtschaft und Bürgern werden wir die Vernetzung der regionalen WSK-Akteure untereinander zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch auch mit überregionalen Akteuren, Forschungseinrichtungen sowie Beratungs- und Entwicklungsunternehmen in Form von Entwicklungswerkstätten fördern. Die bestehende WSK Biogaseffizienz EIFEL wollen wir verlängern. Über die WSK Biomassehöfe und Energieholz EIFEL wollen wir einen dezentralen Auf- und Ausbau von Biomassehöfen sowie eine Vernetzung der Bereitstellung und Logistikstrukturen von verschiedenen Rohstoffquellen bis zu den Verbrauchern erreichen. Wir werden Investoren und Kapitalgeber über das "Forum Bioenergie" akquirieren und einen genossenschaftlichen Bürgerfonds »Bioenergie« in enger Zusammenarbeit mit den regionalen Akteuren und Banken aufbauen.
Unsere Ziele werden mittels eines Strategiebündels erreicht, das folgende wesentlichen Bausteine enthält:
Unsere Maßnahmen umfassen dabei neben der Einrichtung eines Netzwerkbüros und der Durchführung regelmäßiger Treffen aller Akteure insbesondere auch eine Informationsoffensive Bioenergieregion EIFEL, sowie eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit zur Mobilisierung der Bevölkerung.
Das Regionale Entwicklungskonzept wurde erstellt, die Region hat erfolgreich am Bundeswettbewerb "Bioenergie-Regionen" teilgenommen ist seit Herbst 2009 offiziell eine von 25 Bioenergieregion in Deutschland.
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