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Online-Vortrag "Rettet den Vorgarten – pflegeleicht und artenreich statt Beton und Schotter"

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18.04.2023

Vorgärten sind die lebendige Visitenkarte eines Hauses, die ihre Besucher im Idealfall mit viel Grün und duftenden Blüten willkommen heißen. Auch die tierischen Gäste wie Insekten
und Vögel fühlen sich in einem artenreichen Vorgarten wohl und bedanken sich mit fröhlichem Summen und munterem Gezwitscher. Leider sieht die Realität häufig anders aus und Beton- und Pflasterflächen oder Schotterwüsten mit allerlei Zierrat prägen die triste Ödnis vor der Haustür. Durch Werbeprospekte aus dem Baumarkt, schlechte Vorbilder in der Nachbarschaft und mangelndes Wissen haben viele Hausbesitzer sich dazu verleiten lassen, das „Problem“ Vorgarten mit „pflegeleichten“ Pflastersteinen oder Schotter- und Steinschüttungen zu lösen.

Ein fataler Trugschluss, denn vor allem die vermeintlich pflegeleichten Schotterflächen entpuppen sich schnell als pflegeintensive Steinwüste. Schon nach wenigen Monaten beginnen die Steine, Algen und Moose anzusetzen und herabgefallene Blätter und Zweige sowie angewehte Plastikfetzen und Zigarettenkippen müssen aufwändig abgesammelt werden. Im Laufe der Zeit lagern sich Pollen und Staub zwischen den Steinen ab und die daraus entstehende feine Humusschicht bietet den perfekten Nährboden für angeflogene Samen. Wildkräuter und sogar Baumsämlinge erobern sich die Fläche zurück und da hilft nur aufwändiges regelmäßiges Jäten von Hand.

Die negativen Auswirkungen von versiegelten Flächen auf die Natur, die Artenvielfalt und das Klima sind beträchtlich. Beton- und Steinflächen heizen sich extrem auf, binden keinen Feinstaub, speichern kein Wasser, produzieren keinen Sauerstoff und bieten keine Nahrung und keinen Unterschlupf für Insekten, Vögel und andere Tiere. Auch das Bodenleben ist unter versiegelten Flächen tot.

Statt einer pflegeintensiven toten Fläche, die der Natur geraubt wurde, um einen vermeintlich „schicken“ Eingangsbereich zu kreieren, können Hausbesitzerinnen und Bauherren pflegeleichte, artenreiche und anpassungsfähige Klimaoasen für Mensch und Tier schaffen. Wie das gelingt und welche Pflanzengemeinschaften für den jeweiligen Standort geeignet sind, wird in dem ca. 60 bis 90-minütigem Vortrag vorgestellt.


Referentin:
Dr. Petra M. Bloom, Geschäftsführerin des Landesverbandes der Gartenbauvereine NRW
e.V.
Melden Sie sich zu der kostenlosen Veranstaltung am 18.04.2023 um 18 Uhr hier an.

Die Anmeldung ist erforderlich, damit sie die Zugangsdaten für die digitale Veranstaltung erhalten.
 

Ihre Ansprechpartner

Nicolas Gath Nicolas Gath M.A. Regionalmanager Geschäftsführer

Telefon: 02486 / 911122
Email:

Lea SchenkelbergLea Schenkelberg M.Sc. Ko-Regionalmanagerin

Telefon: 02486 / 801647
Email:

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete unter Beteiligung des Landes Nordrhein-Westfalen. >>


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